Dähnepokalsieger Ludger Grewe berichtet

(Das Finale Grewe – Rebentisch zum Nachspielen ist nach „Weiterlesen“ vorhanden).

Foto: Archiv Ludger Grewe li.

Der Dähnepokal der laufenden Sasion 2018/19 startete mit einem bunt gemischten Teilnehmerfeld von 20 Spieler bei Horst-Emscher. Das Los teilte mir in der 1.Runde Olaf Arndt zu, der im Monat darauf recht erfolgreich bei der Amateur-Weltmeisterschaft auf Kreta eine Medaille in seiner Wertungsklasse gewinnen konnte. In Olafs Standarderöffnung (Skandinavische Verteidigung) konnte ich im Partieverlauf aus einer Bauernmehrheit am Damenflügel einen Freibauern bilden, der letztendlich der Tag zu meinen Gunsten entschied. In der zweiten Runde kam es gegen Schachfreund Siegfried Wilbert leider zu einem Mißverständnis bei der Absprache zum Spieltermin, so dass ich die Partie letztendlich kampflos gewann. Danach bescherte mir das Los mit Marco Becker den nächsten Gelsenkirchener als Gegner. In einer Variante der Caro-Kann-Verteidigung, die wir beide auch schon mal auf dem Schachbrett hatten, gelang es mir aus einer Bauernmehrheit am Damenflügel wieder einen Freibauern zu bilden. Nach etwas ungenauem Spiel des Gegners konnte dieser Freibauer im Endpsiel dann spielentscheidend durchbrechen. In der 4.Runde musste ich dann zum ersten mal mit den schwarzen Steinen gegen unseren ehemaligen Vereinskollegen Horst Sinnwell antreten. Horst wählte in seiner üblichen Englischen Eröffnung dieses Mal einen etwas anderen Aufbau, was mich in der Eröffnung etwas aus dem Konzept brachte. Aber glücklicherweise  fand auch Horst nicht den Weg, um nachhaltigen Vorteil aus meiner ungenauen Eröffnungsbehandlung zu ziehen und so ging die Partie in eine wechselvolles Mittelspiel über. In diesem konnte ich dann einen Angriff noch so gerade verteidigen und gelangte in ein leicht besseres Endspiel. Doch dann unterlief Horst ein unglückliches Versehen und mit einer einzügige Springergabel stellte er die Partie ein.
So kam es dann Mitte Januar zur Finalpartie gegen den jungen Nachwuchsspieler Tom Rebentisch von Horst Emscher. Mit den weißen Steinen konnte ich in der Spanischen Eröffnung so starke Drohungen am Königsflügel aufstellen, dass mein Gegner nur durch ein Qualitätsopfer den raschen Verlust der Partie abwenden konnte. In der Folge ließ ich mich dann aber ohne Not zu einem Scheinopfer verleiten, mit dem ich zwar erwartungsgemäß den gegnerischen Königs aus seiner sicheren Stellung vertreiben, trotzdem aber keinen entscheidenden Angriff erreichen konnte. Vielmehr sah ich mich auf einmal mit zwei verbundenen und weit vorgerückten Freibauern am Damenflügel konfrontiert, die meinen Materialvorteil mehr als kompensierten. Doch glücklicherweise ließ mein Gegner zu, dass ich mit einem Rückopfer der Qualität alle Gefahren bannen und eine ausgeglichene Stellung erreichen konnte, in der wir uns auf Remis einigten.
So musste die Entscheidung über den Turniersieg durch Blitzpartien herbeigeführt werden. Mit den schwarzen Steinen geriet ich dabei in der ersten Partie schon bald in Nachteil und übersah in der Hektik auch einen rettenden Zug, so dass ich mit 0:1 in Rückstand geriet. Als ich in der zweiten Partie ein Schach auf meinen König übersah, wollte ich meinem jungen Gegner eigentlich schon zum Sieg gratulieren, aber die aktuellen Regeln sehen für so einen Fehlzug nur eine Zeitgutschrift zugunsten des  Gegners vor. So ging die Partie weiter und ich konnte dann doch noch den ausgleichenden Sieg erzielen. In der dritten Partie konnte ich mit den schwarzen Steinen positionellen Vorteil erzielen, aber es gelang mir nicht dies in einen ganzen Punkt um zu wandeln. Also: Remis. Wieder mit den weißen Steinen konnte ich dann in der vierten Partie doch den entscheidenden Sieg erzielen und damit den Pokal noch einmal nach Osterfeld entführen.


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Veröffentlicht in Allgemein, Turniere

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